„Die Gentechnik und ihre Feinde“

Datum:
09.06.2015
Zeit:
21:00 Uhr
Ort:
BiTS Hochschule, Bernburger Str. 31, 10963 Berlin (zwischen Potsdamer Platz und Anhalter Bahnhof)

Mehr Rationalität und weniger Wissenschaftsfeindlichkeit würden uns gut tun. Das Freiblickinstitut lädt zur Diskussion ein.

Vor 25 Jahren wurden in Deutschland die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesät. Es waren Petunien. Seitdem hat sich die Technologie schnell weiterentwickelt. Genetisch veränderte Nutzpflanzen gibt es von Ackerbohne bis Zwiebel. Sie werden von 18 Millionen Landwirten in 28 Ländern auf 181 Mio. Hektar angebaut. Bei Sojabohnen liegt der Anteil an gv-Pflanzen heute weltweit bei 82%. Bei Mais sind es 30, bei Raps 25, bei Baumwolle 68. 70% aller Lebensmittel sind mit Hilfe von Gentechnik erzeugt.

In Deutschland findet inzwischen nicht einmal mehr Versuchsanbau statt.  Das Einzige, was hier floriert, sind Angstkampagnen. Die Gegnerschaft ist so umfangreich, wie ihre  Argumente schlecht sind. Von der Linksjugend bis zur NPD glaubt jeder, im Kampf gegen die Gentechnik punkten zu können. Das ist verkraftbar, aber kein gutes Zeichen. Mehr Rationalität und weniger Wissenschaftsfeindlichkeit würden uns gut tun.

Thilo Spahl, Buchautor und Wissenschaftsredakteur von Novo Argumente, wird zum Thema einen einleitenden Vortrag halten (Dauer: ca. 20-25 Min).