Black Lives Matter: Neue Bürgerbewegung am Horizont?

Datum:
25.06.2020
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
Online via Zoom (Link unten)

Der Berliner Salon des Freiblickinstituts lädt Dich/ Sie sehr herzlich ein, mit uns in einem Online-Event am Donnerstag, dem 25. Juni um 19.00 Uhr zu diskutieren.

Am 25. Mai wurde in den USA ein 46-jähriger Afroamerikaner namens George Floyd wegen des Ver­dachts, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein Zigaretten gekauft zu haben, festgenommen. Zwanzig Minuten später war er, nachdem ein Polizist minutenlang auf seinem Hals kniete, tot. In zahlreichen Städten weltweit – und auch in Deutschland – fanden seither Demonstrationen unter dem Motto „Black Lives Matter“ statt. Manche sprechen gar von dem Beginn einer neuen Bürgerbewegung, wie es sie in den 60er Jahren gab.

Doch von den Demonstrationen geht ein gemischtes Bild aus. So gab es auch gewalttätige Ausschrei­tungen und Plünderungen, die selbst vor Geschäften und Einrichtungen von Afroamerika­nern keinen Halt machten. Dann vermischten sich in die Solidaritätsbekundungen mit dem ermordeten George Floyd auch Themen, die nichts mit der Polizeigewalt oder dem heutigen Rassismus zu tun haben. In Großbritannien z.B. wurden Statuen von historischen Personen zerstört, die den Sklavenhandel unterstützten. In Deutschland ist die Debatte über eine Umbenennung von Straßen, deren Namen an die Kolonialzeit erinnern (z.B. im Afrikanischen Viertel in Berlin), wiederaufgekommen.

Wie ist das Ganze einzuordnen? Kann „Black Lives Matter“ eine echte Bürgerbewegung werden, die über reine Symbolik hinausgeht? Und wie kommt es, dass der Protest aktuell von so vielen Seiten für ihre Zwecke instrumentalisiert wird? Geht es möglicherweise auch um einen schon länger existierenden Konflikt um Werte und Einstellungen („culture wars“)?

Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen gerne diskutieren. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Zoom Link:https://us02web.zoom.us/j/89660345055?pwd=NEQ1eU1JWVoxZ0dFM0hGYno1eWZnUT09

Referent

  • Martin Bartholmy ist Schriftsteller und lebt seit vielen Jahren in den USA. Von dem Deutschamerikaner ist u.a. der Essay „Nicht zu viel über seine Wurzeln grübeln“ erschienen (s.u. Leseempfehlung).

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